Paulin Paloma Klärner, BA

Was ist Spermidin?

Spermidin ist ein natürlicher Bestandteil der meisten Körperzellen aller lebenden Organismen. Doch was genau macht es so besonders?

Spermidin und Spermin sind sogenannte „Polyamine“. Ihren Namen verdanken die Beiden der männlichen Samenflüssigkeit, wo sie erstmals nachgewiesen wurden. Polyamine sind Moleküle, die in den Körperzellen immer dann aufgebaut werden, wenn zelluläre Prozesse aktiviert werden sollen. Wird die Aktivierung nicht mehr benötigt, werden die Polyamine genauso rasch wieder abgebaut. Diese Aktivierung gilt insbesondere für unsere DNA und RNA sowie für Nukleotide, die chemischen Bausteine von DNA und RNA, wie z.B.  Adenosintriphosphat (ATP).

Spermidin wirkt verstärkend auf die Autophagie

Der Prozess der Autophagie beschreibt eine Art von zellulärer Müllabfuhr von nicht mehr benötigten Abbauprodukten. Diese enthalten häufig Phosphatreste, welche durch die Polyamine in Lösung gebracht werden, wodurch ihre Entfernung aus der Zelle effizienter vonstattengeht. Dieser zelluläre „Autophagie“-Reinigungsprozess ist ein wichtiger Mechanismus zur Zellerneuerung. 

Da immer mehr erkannt wird, dass die Aufrechterhaltung metabolischer Prozesse im Gehirn ganz entscheidend für ein gesundes Altern ist, gelten Polyamine auch als Hoffnungsträger im Kampf gegen Demenzen. Untersuchungen an Mäusen haben gezeigt, dass diese durch die Gabe von Spermidin nicht nur länger lebten, sondern auch eine verbesserte Herzfunktion und eine Senkung des Blutdrucks aufwiesen.

Spermidin: Food for thought

Spermidin und Spermin werden bei Bedarf umgehend von den Körperzellen aus den Precursor-Aminosäuren gebildet. Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit diesen Aminosäuren sichert wichtige Lebensfunktionen, unter anderem die Genexpression oder die Kinaseaktivität. Eine Spermidin-reiche Ernährung (Weizenkeime, gereifter Käse, Nüsse, Äpfel, Pilze...) wurde im Rahmen einer Studie der MedUni Innsbruck mit Langzeitdaten von 829 Teilnehmern mit einem längeren Leben und weniger kardiovaskulären Erkrankungen in Zusammenhang gebracht.

Mit dem Alter nimmt die Spermidin-Konzentration im Blut und Gehirn ab. Eine erhöhte Zufuhr durch Supplementierung mit den Aminosäure-Precursoren oder den Polyaminen selbst kann ein solches Defizit ausgleichen. Eine Studie an der Berliner Charité zeigte bereits eine Verbesserung der Gedächtnisleistung von Menschen mit einer Vorstufe von Alzheimer durch die 3-monatige Einnahme eines Spermidin-Präparats.

Quellen:

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